Erste Hilfe bei Beatmung bei der Reanimation – 30:2 richtig durchgeführt
Wann und wie du beatmen solltest: 30:2, Atemwege öffnen, sichtbare Brustkorbhebung – und wann Hands-only CPR die richtige Wahl ist.
Soforthilfe bei Herz-Kreislauf-Stillstand
Bewusstlos und keine normale Atmung? Sofort 112 anrufen und mit 30 Kompressionen und 2 Beatmungen beginnen. Wenn du nicht beatmen möchtest: Nur Kompressionen.
112Ja, wenn du ausgebildet bist und dich sicher fühlst. Der Standard für Laienhelfer bei Erwachsenen ist 30 Kompressionen und 2 Beatmungen (30:2). Öffne die Atemwege, beatme jede Beatmung etwa 1 Sekunde lang bis sich der Brustkorb sichtbar hebt. Höchstens 2 Versuche, dann sofort zu den Kompressionen zurückkehren. Wenn du nicht beatmen möchtest oder kannst, führe reine Thoraxkompressionen (Hands-only CPR) durch.
Die Beatmung ist Teil der Herz-Lungen-Wiederbelebung im 30:2-Rhythmus. Sie ersetzt die Atemfunktion, wenn die Person nicht selbst atmet. Die Leitlinien 2025 bestätigen den 30:2-Rhythmus für Laienhelfer bei Erwachsenen und Kindern.
Dieser Artikel erklärt, wie du die Beatmung korrekt durchführst, welche Fehler du vermeiden solltest und wann Hands-only CPR die richtige Alternative ist.
Das Wichtigste in Kürze
- 30:2 ist der Standard für geschulte und zur Beatmung bereite Helfende.
- Atemwege öffnen: Kopf überstrecken, Kinn anheben.
- Jede Beatmung etwa 1 Sekunde, bis sich der Brustkorb sichtbar hebt.
- Höchstens 2 Beatmungsversuche, dann sofort zu den Kompressionen zurückkehren.
- Mund-zu-Nase ist eine mögliche Alternative zu Mund-zu-Mund.
- Keine blinde Mundausräumung, keine übermäßige Beatmung.
30:2 – der Standardrhythmus
Der Standardrhythmus für Laienhelfer bei Erwachsenen und Kindern ist 30:2 – 30 Thoraxkompressionen gefolgt von 2 Beatmungen. Dieser Rhythmus wird in den Leitlinien 2025 bestätigt.
Die 30:2-Regel gilt für Helfende, die in der Beatmung ausgebildet sind und sich bereit fühlen, zu beatmen. Wenn du nicht beatmen möchtest oder kannst, ist Hands-only CPR (nur Kompressionen) die akzeptable Alternative.
Atemwege öffnen
Bevor du beatmst, öffne die Atemwege: Kopf vorsichtig überstrecken, Kinn anheben. Dadurch wird die Zunge aus dem Rachen gehoben und der Atemweg frei.
Prüfe kurz, ob sichtbare Fremdkörper oder Erbrochenes im Mundbereich liegen. Entferne nur, was du clearly siehst und leicht erreichst. Keine blinde Mundausräumung – du könntest Fremdkörper tiefer schieben.
Beatmungstechnik
1. Kopf überstrecken
Eine Hand auf die Stirn, die andere unter das Kinn. Kopf vorsichtig nach hinten neigen, Kinn anheben.
2. Nase zuhalten
Mit Daumen und Zeigefinger die Nase der Person verschließen, damit die Luft nicht entweicht.
3. Beatmen
Deinen Mund über den Mund der Person legen, dicht abschließen. Etwa 1 Sekunde lang beatmen, bis sich der Brustkorb sichtbar hebt.
4. Zweite Beatmung
Mund abheben, Brustkorb sich senken lassen. Zweite Beatmung同样 etwa 1 Sekunde lang.
5. Sofort zurück zu Kompressionen
Nach 2 Beatmungen sofort mit 30 Thoraxkompressionen fortfahren. Keine Pause machen.
Mund-zu-Nase als Alternative
Wenn du den Mund der Person nicht erreichen kannst (z. B. bei Verletzungen im Mundbereich) oder wenn du es bevorzugst, ist Mund-zu-Nase-Beatmung eine mögliche Alternative. Schließe den Mund der Person und beatme über die Nase.
Beatmungshilfen (Taschenmasken, Ventile) können verwendet werden, wenn sie sofort verfügbar sind. Suche nicht nach ihnen – das kostet Zeit. Wenn keine Beatmungshilfe vorhanden ist, beatme direkt oder führe Hands-only CPR durch.
Häufige Fehler bei der Beatmung
- Übermäßige Beatmung: Zu viele oder zu lange Beatmungen reduzieren den Blutdruck und die Effektivität der CPR. Maximal 2 Beatmungen pro Zyklus.
- Keine sichtbare Brustkorbhebung: Wenn sich der Brustkorb nicht hebt, ist die Beatmung nicht wirksam. Atemwege erneut öffnen und erneut versuchen.
- Blinde Mundausräumung: Keine Gegenstände blind im Mund suchen. Nur sichtbare und leicht erreichbare Fremdkörper entfernen.
- Zu langes Beatmen: Jede Beatmung etwa 1 Sekunde. Längere Beatmungen blähen den Magen auf und können Erbrechen auslösen.
- Pause nach der Beatmung: Sofort zu den Kompressionen zurückkehren. Keine Unterbrechung zwischen Beatmung und Kompression.
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